Als erste Frau in der ULTIM-Klasse bei der Route du Rhum 2026: Die Herausforderungen für Alexia Barrier

Bei der Route du Rhum 2026 wird in der Kategorie ULTIM erstmals eine Seglerin an den Start gehen. Alexia Barrier wird an Bord der IDEC SPORT, CIC, einem Trimaran, der das Rennen bereits gewonnen hat, als Einhandseglerin an den Start gehen.

Bei der Route du Rhum 2026 wird in der Kategorie ULTIM erstmals eine Seglerin an den Start gehen. Alexia Barrier wird an Bord der IDEC SPORT, CIC, einem Trimaran, der das Rennen bereits gewonnen hat, als Einhandseglerin an den Start gehen.

Beim Start der Route du Rhum am 1. November 2026 in Saint-Malo wird in der ULTIM-Klasse ein neues Gesicht zu sehen sein. Alexia Barrier wird allein das Ruder der IDEC SPORT, CIC übernehmen, um nach Pointe-à-Pitre zu segeln. Hinter dieser Ankündigung verbirgt sich jedoch mehr als nur die Teilnahme an einem Rennen. Es geht um den Zugang von Seglerinnen zu den größten Trimaranen, die Anforderungen an das Einhandsegeln und den Aufbau eines Sportprogramms, das bis ins Jahr 2028 reicht.

Warum die ULTIM-Klasse nach wie vor eine der anspruchsvollsten Herausforderungen im Hochseesegeln ist

Die Kategorie ULTIM umfasst die größten Mehrrumpfboote, die bei Hochseeregatten zum Einsatz kommen. Mit einer Länge von 32 Metern und Geschwindigkeiten von über 40 Knoten erfordert die IDEC SPORT, CIC eine ständige Beherrschung der Plattform, des Autopiloten, der Segelsysteme und des Energiemanagements an Bord.

Als Einhandsegler muss der Skipper gleichzeitig die Navigation, die Trimmvorgänge, die Wetterbeobachtung, Reparaturen und die Schlafplanung bewältigen. Der kleinste Fehler kann auf einem Boot, das sehr schnell beschleunigen kann, schwerwiegende Folgen haben.

Der Trimaran blickt zudem auf eine besondere Geschichte bei der Route du Rhum zurück. Das Boot hat sich dreimal durchgesetzt: 2010 unter den Farben von Groupama 3 mit Franck Cammas, 2014 unter denen von Banque Populaire VII mit Loïck Peyron und schließlich 2018 unter denen von IDEC SPORT mit Francis Joyon.

Eine Premiere für eine Frau, die über den rein symbolischen Charakter hinausgeht

Alexia Barrier wird die erste Frau sein, die bei der Route du Rhum in der ULTIM-Klasse an den Start geht. Dieser Schritt erfolgt wenige Monate nach dem Weltrekord in der Trophée Jules Verne, der von einer ausschließlich aus Frauen bestehenden Crew aufgestellt wurde.

Diese Einzelteilnahme verdeutlicht die schrittweise Entwicklung der Rolle von Seglerinnen in den schnellsten Klassen des Hochseesegelns. Im Gegensatz zu Einheitsklassen oder den IMOCA-Yachten gibt es nur wenige ULTIM-Yachten, und ihr Einsatz erfordert besonders umfangreiche technische, personelle und finanzielle Ressourcen.

Es geht also nicht nur darum, an den Start zu gehen. Es geht auch darum, zu beweisen, dass eine Seglerin sich dauerhaft in dieser Klasse behaupten und an den wichtigsten Terminen des Kalenders teilnehmen kann.

Ein Programm, das sich über drei Spielzeiten erstreckt

Die Route du Rhum ist die erste Etappe eines bis 2028 angekündigten Projekts. Nach der Transatlantikregatta sieht das Programm Rekordversuche sowie die Teilnahme an mehreren großen Ozeanregatten vor, bevor das Team an der Arkéa ULTIM Challenge 2028 antritt.

Zu den erklärten Zielen gehört auch ein erneuter Start bei der Jules-Verne-Trophäe. Diese Kontinuität ermöglicht es, die Segelstunden zu nutzen, die für die Beherrschung eines Trimaran dieser Größe unerlässlich sind. In dieser Kategorie ist die auf derselben Plattform gesammelte Erfahrung ein wesentlicher Faktor für den Fortschritt.

Eine Vorbereitung, die Segeln, Werftarbeit und körperliches Training miteinander verbindet

Der vorgestellte Zeitplan sieht eine schrittweise Steigerung der Trainingsintensität vor dem Start in Saint-Malo vor. Die Sommerreparaturarbeiten sind in Brest geplant, bevor das Boot Anfang August 2026 wieder zu Wasser gelassen wird. An den Trainingsfahrten werden insbesondere Loïck Peyron und Brian Thompson teilnehmen, wobei mehrere Einheiten im ?Faux-Solo?-Modus stattfinden werden, um die Rennbedingungen nachzustellen.

Zur Vorbereitung gehören außerdem Tests des neuen Großsegels, eine für die dritte Augustwoche 2026 geplante Qualifikationsphase sowie ein hunderttägiges Programm zur körperlichen und mentalen Vorbereitung sowie zur Ernährung.

Diese Abfolge von Schritten verdeutlicht, wie gut man vorbereitet sein muss, bevor man zu einer Solo-Transatlantikfahrt auf einer ULTIM aufbricht.

Ein Sportprojekt in Verbindung mit einem Engagement für den Umweltschutz

Parallel zu ihrem Wettkampfprogramm setzt Alexia Barrier die Aktivitäten ihres Vereins ?4myplanet? fort.

Diese Organisation führt Sensibilisierungsmaßnahmen für Jugendliche zum Thema Meeresschutz durch. Dieses Engagement begleitet das Sportprojekt bereits seit mehreren Jahren und ist nach wie vor mit den verschiedenen Meereskampagnen der Seglerin verbunden.

Der Start der Route du Rhum 2026 wird somit eine neue sportliche Ära einläuten. Für Alexia Barrier geht es dabei sowohl darum, auf einem der schnellsten Trimaranen der Rennserie Erfahrung zu sammeln, als auch darum, sich dauerhaft einen Namen unter den Skippern der ULTIM-Klasse zu machen.

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