Der erste von Neo Sailing Technologies gebaute ?Lift V3? verließ am 1. Juli 2026 die Werft in Verdon-sur-Mer. Diese Class40, die für den Skipper Alexis Loison bestimmt ist, markiert einen neuen Meilenstein in der Entwicklung der Werft aus der Gironde, die bereits für ihre Leistungen im Hochseeregattasport bekannt ist. Dieses Projekt verdeutlicht zudem die Zusammenarbeit zwischen Schiffsarchitekt, Werft und Segler bei der Konzeption eines Bootes für den Hochseewettkampf.
Ein erster Lift V3, der die Referenzliste der Baustelle erweitert
Das von Marc Lombard Yacht Design entworfene Boot ist das dritte Exemplar des Entwurfs ?Lift V3?, jedoch das erste, das von Neo Sailing Technologies gebaut wurde. An seinem Bau arbeitete neun Monate lang ein Team von etwa zehn Mitarbeitern, ergänzt durch mehrere Spezialisten, die für bestimmte Aufgaben zuständig waren.
Die gesamte Fertigung erfolgte in Verdon-sur-Mer, von den Arbeiten mit Verbundwerkstoffen bis hin zur Endbearbeitung. Lediglich der Mast, der Kiel und die Ruder stammen von spezialisierten Zulieferern.

Für Neo Sailing Technologies ist dieses Projekt eine Fortsetzung mehrerer Kooperationen mit dem Büro Marc Lombard Yacht Design, das bereits bei anderen Class40-Projekten als Partner mitgewirkt hat.
Wie Quentin Vlamynck, Geschäftsführer von Neo Sailing Technologies, betont: ? ?Es handelt sich um einen sehr ausgereiften Plan, in den die gesamte Erfahrung aus früheren Projekten eingeflossen ist. Das gesamte Team hat beim Verbundwerkstoffteil hervorragende Arbeit geleistet, und Alexis hat uns in diesem Bereich des Baus großes Vertrauen entgegengebracht.?
Ein Bauprozess, den der Skipper täglich begleitet

Im Gegensatz zu einem Serienboot wird eine Class40 für den Wettkampf in enger Zusammenarbeit mit dem Segler entwickelt, der maßgeblich an den technischen Entscheidungen beteiligt ist. Alexis Loison war regelmäßig in der Werft vor Ort und wirkte bei Entscheidungen bezüglich der Ergonomie des Cockpits, der Anordnung der Beschläge, der Innenraumaufteilung und der gewählten Lösungen zur Erleichterung von Manövern im Einhandsegeln mit.
Dieser Ansatz ermöglicht es, das Boot an die Gewohnheiten des Skippers anzupassen und gleichzeitig die Merkmale des Entwurfs des Architekten beizubehalten. Für Alexis Loison ist es zudem der erste Einrumpfboot, der speziell für sein Sportprogramm gebaut wurde.
Eine erste Bewährungsprobe bereits beim Drheam Cup
Bevor das Boot an den Start gehen kann, muss es noch mehrere technische Etappen durchlaufen. Auf dem Programm stehen der vorschriftsmäßige Krängungstest, die Vermessung und anschließend die ersten Testfahrten zur Überprüfung der Einstellungen.

Die Class40 wird anschließend nach Cherbourg weiterfahren, um dort am 12. Juli 2026 an den Start des Drheam Cup zu gehen. Dieses Rennen dient in erster Linie als Testphase vor den großen Höhepunkten der Saison.
Der Segler möchte dieses erste Rennen nutzen, um die Leistung seines Bootes im Vergleich zur Konkurrenz zu bewerten und letzte technische Anpassungen vor der ?Route du Rhum Destination Guadeloupe? vorzunehmen, deren Start am 1. November 2026 in Saint-Malo erfolgt.
Die Hochseeregatta ist nach wie vor ein Testfeld für die Bootsbauer
Über den sportlichen Aspekt hinaus verdeutlicht dieses Projekt die Bedeutung der Class40-Klasse für die Entwicklung von Konstruktionstechnologien. Über ihre Tochtergesellschaft NST Yacht&Lab setzt Neo Sailing Technologies ihre Arbeiten an Verbundwerkstoff-Fertigungsverfahren und am Einsatz recycelbarer Materialien fort, insbesondere des thermoplastischen Harzes Elium, das das Recycling der Strukturen am Ende ihrer Lebensdauer erleichtert.
Diese Programme dienen zudem als Testumgebung für Fertigungsmethoden, die sich auf andere Bereiche des Schiffbaus übertragen lassen. Rennboote ermöglichen es nämlich, Lösungen in den Bereichen Verbundwerkstoffverfahren, Gewichtsreduzierung, Montagequalität oder auch Strukturoptimierung schnell zu validieren.
Mit dieser ersten ?Lift V3? setzt Neo Sailing Technologies einen neuen Maßstab im Bereich des Rennbootbaus ? und das in einem Markt, in dem es in Frankreich nach wie vor nur wenige Werften gibt, die in der Lage sind, Prototypen auf höchstem Niveau zu bauen.


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