DHL ist seit über zwanzig Jahren Partner der australischen Rettungskräfte
An den australischen Stränden tragen die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer in Rot und Gelb auch die Farben von DHL. Das Transport- und Logistikunternehmen unterstützt seit über zwanzig Jahren ?Surf Life Saving Australia? (SLSA), den wichtigsten Verband für Strandüberwachung und Küstenrettung.
Diese landesweite Partnerschaft beschränkt sich nicht nur auf die Anbringung eines Logos auf den Uniformen. DHL leistet insbesondere logistische Unterstützung, beteiligt sich an der Bereitstellung von Ausrüstung und unterstützt Präventionskampagnen.

Das australische Netzwerk stellt eine beträchtliche Kraft dar. Nach den von DHL im Jahr 2026 veröffentlichten Zahlen zählt die Organisation mehr als 198.000 Freiwillige und führt jährlich mehr als 10.000 Rettungseinsätze durch. Diese Zahlen beziehen sich auf die gesamte Organisation und nicht nur auf die vom Unternehmen finanzierten Maßnahmen.

Durch diese Partnerschaft profitiert DHL von einer hohen Sichtbarkeit und leistet gleichzeitig einen regelmäßigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit.
Westpac ? seit über fünfzig Jahren im Einsatz für Rettungshubschrauber

Ein weiteres Beispiel aus Australien: Die Westpac-Bank unterstützt seit 1973 den Westpac Lifesaver Rescue Helicopter Service. Das von der Bank unterstützte System umfasst laut Westpac 15 Luftfahrzeuge, die auf 13 Stützpunkte verteilt sind, sowie ein Schiff. Diese Einsatzmittel werden für Suchaktionen auf See, medizinische Evakuierungen und verschiedene Notfalleinsätze eingesetzt.

Der Name der Bank ist direkt auf den Hubschraubern zu sehen. Diese Sichtbarkeit geht mit einem langfristigen Engagement in einem Bereich einher, in dem die Betriebs- und Wartungskosten hoch sind.
Diese Maßnahmen sind jedoch von der Seenotrettung zu unterscheiden. In Australien werden Such- und Rettungsmaßnahmen auf See von verschiedenen Behörden koordiniert, insbesondere von der Australian Maritime Safety Authority (AMSA). Surf Life Saving Australia ist hauptsächlich an Stränden und in Küstennähe im Einsatz.
In Frankreich wird die SNSM bereits privat finanziert
Das australische Modell lässt sich gut mit dem der Nationalen Seenotrettungsgesellschaft vergleichen.
Entgegen einer manchmal verbreiteten Vorstellung wird die SNSM nicht hauptsächlich aus öffentlichen Mitteln finanziert. Im Jahr 2025 machten nach Angaben des Vereins private Mittel 74,5 % seiner Finanzierung aus, bei einem Gesamtvolumen von 70,5 Millionen Euro.

Spenden von Privatpersonen, Vermächtnisse und Sponsoring spielen daher bereits eine entscheidende Rolle bei der Instandhaltung der Wasserrettungsmittel, der Ausbildung und der Ausrüstung der ehrenamtlichen Rettungskräfte.
Der Unterschied zu den australischen Beispielen liegt insbesondere in der Sichtbarkeit bestimmter Partnerschaften. DHL und Westpac verbinden ihren Namen dauerhaft mit Produkten und Dienstleistungen, die in der Öffentlichkeit klar erkennbar sind.
Australien und Frankreich: Freiwilligennetzwerke sehr unterschiedlicher Größe
Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Ländern ist der Umfang der ehrenamtlichen Arbeit. In Australien zählt Surf Life Saving nach Angaben von DHL etwa 198.000 Mitglieder. In Frankreich stützt sich die SNSM auf 10.000 Freiwillige, darunter 6.100 Rettungsschwimmer an Bord, die insbesondere auf 205 Rettungsstationen verteilt sind.

Das australische Netzwerk scheint somit fast zwanzigmal so viele Mitglieder zu haben. Bei diesem Vergleich ist jedoch Vorsicht geboten: Die Zahlen von Surf Life Saving umfassen alle Mitglieder der Organisation, einschließlich derjenigen, die nicht direkt an den Rettungspatrouillen teilnehmen, während sich die Zahlen der SNSM auf deren ehrenamtliche Helfer beziehen.
Auch die Aufgaben unterscheiden sich. Surf Life Saving ist hauptsächlich an Stränden und in Küstennähe im Einsatz, während die SNSM auch die Rettung von Freizeit- und Berufsseeleuten auf See übernimmt.
Trotz dieses Größenunterschieds stehen beide Organisationen vor derselben Herausforderung: die nachhaltige Finanzierung der Ausrüstung, der Schulungen und der Mittel, die für den Einsatz ihrer ehrenamtlichen Helfer erforderlich sind. Gerade in diesem Bereich bieten die australischen Partnerschaften mit DHL und Westpac Denkanstöße für Frankreich.


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