Die Staffelübergabe ist beschlossene Sache
Nach einem Jahr als Doppelseglerin übergibt Samantha Davies das Steuer des IMOCA Initiatives-C?ur an Violette Dorange übergeben. Eine starke Geste in einem Projekt, das sportliches Engagement, menschliches Abenteuer und eine solidarische Sache miteinander verbindet.

Samantha Davies, die bereits vier Vendée Globe hinter sich hat, nahm sich die Zeit, Violette Dorange in diese Kultur der Details einzubinden. Ihre Doppelsegelei bei der Transat Café L'Or im Jahr 2025 war Teil dieser Logik der technischen Übergabe. Das Ergebnis: ein vielversprechender sechster Platz und vor allem eine Situation in Lebensgröße.
Ronan Deshayes, der nun für die technische Abteilung des Projekts verantwortlich ist, hat den Übergang geleitet. Die Wahl eines erfahrenen Coaches ist nicht unbedeutend. Sie spiegelt einen grundlegenden Trend im Hochseerennsport wider: die sportliche Begleitung von Teams mit hohem Potenzial, die sich am angelsächsischen Modell orientiert.
Violette Dorange: Ein kohärenter Werdegang, von den Mini-Klassen bis zum IMOCA

Violette Dorange, die schon als Teenager im Leichtsegeln ausgebildet wurde, machte schon früh auf sich aufmerksam. Mit 15 Jahren überquerte sie den Ärmelkanal im Alleingang und errang eine Reihe von Podiumsplätzen im Jollensegeln, bevor sie sich dem Hochseesegeln zuwandte. Mini Transat, Solitaire du Figaro, dann IMOCA, wobei sich der erste Kreis bei der Vendée Globe 2024 schloss.
Innerhalb weniger Jahre stieg sie die Karriereleiter hinauf, immer in Verbindung mit technischen und strukturierten Projekten. Die Übernahme des Steuers von Initiatives-C?ur setzt diese Dynamik logischerweise fort. Auch wenn sein Stil offensiver ist, sind seine Kompetenzen im Projektmanagement und in der Kommunikation bereits gut etabliert.

Das Profil ist für Seeleute und Werften gleichermaßen interessant: Sie beherrscht sowohl das Ruder als auch die Vorbereitungsunterlagen.
Ein gut geborener IMOCA, Entwicklungen zu erwarten?
Gebaut auf einer zuverlässigen Plattform, ist der IMOCA Initiatives-C?ur hat von den ständigen Entwicklungen profitiert, die von Samantha Davies und ihren Teams vorangetrieben wurden. Foils der neuesten Generation, ein halb geschlossenes Cockpit, optimierte Elektronik - das Boot gehört zur Spitzengruppe der Performer.

Im Hinblick auf die Vendée Globe 2028 sind jedoch einige Entwicklungen zu erwarten. Die aktuelle Kampagne wird es ermöglichen, die Entscheidungen zu verfeinern: neue Foils, Optimierung der Ballasttanks, überarbeiteter Rumpf? Die Baustelle der Aktualisierungen bleibt offen. Das technische Team, das nun von Ronan Deshayes geleitet wird, wird die Aufgabe haben, die Prioritäten in Abhängigkeit von den Mitteln und dem Sportprogramm zu validieren.
Eine Menschenkette aus engagierten Seeleuten im Dienste einer Sache
Seit seinen Anfängen Initiatives-C?ur beruht auf einer kollektiven Dynamik. Tanguy de Lamotte, Initiator des Projekts und Skipper von 2012 bis 2017, hat den Grundstein für ein dauerhaftes Engagement gelegt und bereits 126 Kinder durch die gesammelten Spenden gerettet. Bei einigen Rennen wurde er von François Damiens, Co-Skipper bei der Transat Jacques Vabre 2013, unterstützt.
Auch Thomas Pesquet, der Pate des Schiffes, hat 2019 an Bord des Segelschiffs den Atlantik zwischen Salvador de Bahia und Lorient überquert. An ihrer Seite haben andere große Namen wie Paul Meilhat, Sieger der Route du Rhum 2018, Nicolas Lunven, zweifacher Sieger der Solitaire du Figaro, oder Jack Bouttell, Co-Skipper von Samantha Davies beim The Ocean Race 2023, alle dazu beigetragen, dieses solidarische Abenteuer hochzuhalten. Jeder von ihnen hat auf seine Weise Zeit und Aufmerksamkeit auf sich gezogen und mehreren Kindern mit Herzfehlern eine Operation ermöglicht.
Ziel Route du Rhum 2026, Vendée Globe 2028 im Visier
Der Fahrplan ist klar: Ausrichtung auf den Start der Route du Rhum - Destination Guadeloupe im Jahr 2026, dann Qualifikation und Vorbereitung auf die Vendée Globe 2028.
Der Zeitplan schreibt ein hohes Tempo vor: Transatlantikfahrten, technische Segeltörns, Testkampagnen und Erfahrungsaustausch.
Aber das Fundament ist solide. Das Projekt stützt sich auf ein erfahrenes Team, ein wettbewerbsfähiges Boot und eine entschlossene Skipperin.
Sie sollten also aufmerksam verfolgt werden, da diese Art der erfolgreichen Staffelübergabe auf diesem Niveau noch selten ist.

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