Mit dem FP41 positioniert sich Fountaine Pajot im Segment der 40-Fuß-Katamarane neu. Dieses neue Modell ersetzt die Isla 40 und ist unter der Astréa 42 angesiedelt, wobei es ein mit dieser vergleichbares Wohnvolumen beansprucht. Eine Gleichung, die direkt mit der Entwicklung des Marktes zusammenhängt, der seit 2022 durch einen starken Preisanstieg und eine aufmerksamer gewordene Nachfrage gekennzeichnet ist.
Eine selbstbewusste Positionierung in einem hart umkämpften Segment
Die FP41 kommt in eine besonders umkämpfte Nische. Lagoon, Nautitech und andere Anbieter passen ihr Angebot ebenfalls an die 38- bis 41-Fuß-Klasse an. Die Logik ist für alle die gleiche: ein erschwinglicheres Boot anzubieten, ohne auf die Komfortstandards zu verzichten, die Segler heute erwarten.
Mit einem Preis von 404.400 Euro (ohne Steuern) liegt die FP41 etwa 100.000 Euro unter der Astrea 42 und bietet dennoch ein vergleichbares Raumgefühl an Bord. Diese Entscheidung wurde durch die Optimierung des Raumvolumens und eine entsprechend gestaltete Schiffsarchitektur ermöglicht.
Eine vertraute und lesbare Silhouette

Was das Design betrifft, so stützt sich Fountaine Pajot erneut auf das Büro Berret Racoupeau für die Schiffsarchitektur, mit Isabelle Racoupeau für das Innendesign. Die FP41 versucht nicht, mit den Codes der Modellreihe zu brechen. Man findet die umgekehrten Bugspitzen, die ausgeprägte Tonsur und die horizontalen Linien, die das Boot optisch strukturieren.
Die Rumpfverglasungen sind durchgehend integriert und verstärken den Längeneffekt und die Wahrnehmung des Volumens. Die Deckshausmütze, das Markenzeichen der Werft, bleibt präsent und ist auf den ersten Blick erkennbar.
Ein auf das Leben an Bord ausgerichteter Deckplan

Das Heckcockpit konzentriert einen großen Teil der Überlegungen, die für dieses Modell angestellt wurden. Das Ziel ist klar, mehr Sitzgelegenheiten zu schaffen und die Geselligkeit zu fördern. Der große Tisch in der Mitte bietet dank einer Verlängerung Platz für bis zu zehn Personen. Die Sitzbänke sind tief, mit einer Asymmetrie auf der Backbordseite, die sowohl den Komfort als auch den Stauraum unter den Sitzen erhöht.

Das FP41 zeichnet sich auch durch die Möglichkeit aus, eine elektrische Heckplattform zu wählen, eine in diesem Segment noch seltene Lösung. Mithilfe der kippbaren Galeeren kann das Beiboot unter die Wasseroberfläche abgesenkt werden, oder es kann ein niedriger Strand zum Baden geschaffen werden, der etwa 30 bis 40 Zentimeter unter dem Meeresspiegel liegt.

Vollständig übernommene Innen-Außen-Kommunikation
Die dreiflügelige Fensterfront verwischt weitgehend die Grenze zwischen Cockpit und Salon. Die Küche ist um eine zentrale Insel herum angeordnet, die den Raum strukturiert und gleichzeitig die Bewegung an Bord erleichtert. Die Arbeitsfläche ist großzügig, die Stauräume sind zahlreich und die natürliche Belüftung wird durch die großen Schiebetüren verstärkt.

Im Bug ermöglicht eine flache Durchreiche eine direkte Verbindung zwischen der Küche und dem vorderen Wohnzimmer, was die Logik des Lebens an Bord sowohl beim Segeln als auch am Ankerplatz verstärkt.


Autonomie und Energiegewinnung an Bord
Das FP41 räumt der Gewinnung von Solarenergie einen wichtigen Platz ein. Bis zu 2.000 Watt an Paneelen können auf dem Deckshaus integriert werden, mit der Möglichkeit, weitere 300 Watt auf dem Vorschiff hinzuzufügen. Eine beachtliche Fläche für einen Katamaran dieser Größe, die zur Autonomie am Ankerplatz beiträgt.

Das Modell wird auch mit der von Fountaine Pajot intern entwickelten Hybridlösung angeboten, die Lithiumbatterien, elektrische Pods und einen Sicherheitsgenerator kombiniert. Ein Ansatz, der darauf abzielt, den Einsatz fossiler Energieträger einzuschränken und gleichzeitig eine Sicherheitsmarge beim Cruisen zu erhalten.
Ein geschützter und zentralisierter Steuerstand

Der halbintegrierte Steuerstand bleibt der DNA der Werft treu. Er ist gut geschützt und bietet eine gute Sicht auf die Segel, die Wasserfläche und die Crew. Alle Manöver sind in Reichweite: Großsegel, Schoten, Reffs, Gennaker und die üblichen Trimms.

Ein Wachbereich ermöglicht es dem Steuermann, es sich mit einer neigbaren Rückenlehne bequem zu machen, während er mit dem Cockpit und dem Salon interagiert.
Optimierte Innenausstattung
Die FP41 wird als Eignerversion, bei der der Backbordrumpf zur Suite umgebaut wird, oder als Vierkabinenversion angeboten. Die diagonal angeordneten Betten sind eines der Markenzeichen der Baureihe und sorgen für eine bessere Zirkulation und ein größeres Raumgefühl in den Kabinen.

Die Eignerversion beeindruckt durch ihre Geräumigkeit. Die vordere Nasszelle mit einer großen, separaten Dusche übertrifft alles, was man normalerweise auf einem 40-Fuß-Schiff findet. Die vorderen Kabinen profitieren von großen Bullaugen und einer effizienten natürlichen Belüftung.

Bei den verwendeten Materialien werden recycelte und recycelbare Oberflächen bevorzugt, insbesondere bei den Arbeitsplatten, mit einer angenommenen Logik der Kreislaufwirtschaft.
Ein Katamaran, der vor allem auf Komfort ausgerichtet ist

Mit einem Segelgewicht von 7,87 Quadratmetern pro Tonne liegt der Schwerpunkt der FP41 eindeutig auf Segelkomfort und einfacher Handhabung. Das Boot wird sich gut bei Leichtwind bewegen, ohne mit leistungsorientierteren Modellen konkurrieren zu wollen.
Der FP41 ist kein radikaler Katamaran. Er richtet sich an Mannschaften, die lange und weit segeln wollen, mit einem hohen Komfortniveau und einem einfachen Betrieb. In einem sich neu formierenden Markt könnte diese Positionierung durchaus den aktuellen Erwartungen der Freizeitsegler entsprechen.


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