Greenline 42, modulares Cockpit, Hybridantrieb und neuer Rumpf

Die Greenline 42, die am 20. Januar 2026 auf der Boot Düsseldorf vorgestellt wurde, erscheint zum ersten Mal in der Schifffahrt. Die slowenische Werft veröffentlicht nun die technischen Details des 13,50 m langen Modells. Der Rumpf, der Hybridantrieb, die Organisation des Cockpits und das Leben an Bord zeigen mehrere Entwicklungen, die es wert sind, näher betrachtet zu werden.

Die neue Greenline 42 reiht sich in eine Reihe von Booten ein, die Motorbootfahrern bereits bekannt sind. Die slowenische Werft hat das Feedback von Eignern genutzt, um mehrere Punkte zu überarbeiten. Das Cockpit, das Energiemanagement an Bord, die Rumpfform und die Bewohnbarkeit sind die Schwerpunkte des 13,50 m langen Modells.

Ein Zwischenmodell zwischen Greenline 40 und 45

Die Greenline 42 ist kein direkter Ersatz für die 2012 eingeführte Greenline 40. Mehr als hundert Einheiten der Greenline sind noch auf See und das Modell hat eine treue Kundschaft. Die Werft hat sich daher entschieden, eine Zwischeneinheit hinzuzufügen.

Mit einer Gesamtlänge von 13,50 m und einer Breite von 4,30 m gewinnt der 42 im Vergleich zum 40er ein wenig an Volumen. Die angegebene Leerverdrängung erreicht 9.354 kg. Diese Größe zielt auf ein längeres Küstenkreuzfahrtprogramm mit Ankeraufenthalten und Familiensegeln ab.

Das Projekt entspricht auch einer vom Konstrukteur beobachteten Nachfrage. Einige Bootsfahrer suchen nach einem Boot, das geräumiger als die 40er ist, ohne in den Maßstab der Greenline 45 oder 58 zu wechseln. Dieses Zwischensegment ist nach wie vor häufig in der Freizeitschifffahrt anzutreffen, insbesondere bei Besatzungen von zwei bis vier Personen.

Die Designkategorie CE B bestätigt ein Programm, das für die Hochseeschifffahrt geeignet ist.

Ein modulares Cockpit, das auf das Leben vor Anker ausgelegt ist

Das Cockpit ist einer der Punkte, die bei diesem Modell überarbeitet wurden. Aus dem Feedback der Nutzer ergab sich ein Bedarf an mehr Außenraum.

Die neue Organisation sieht einen zentralen Tisch für vier Personen vor. Sitzbänke auf beiden Seiten schaffen einen Außenbereich, der groß genug für Mahlzeiten oder längere Aufenthalte ist.

Die Werft bietet auch mehrere Konfigurationen an. Das Heck kann eine klappbare Plattform aufnehmen oder frei bleiben, um einen Platz zum Sonnenbaden einzurichten.

Dieser Bereich steht in direkter Verbindung mit dem Innenviereck. Die Hecktüren lassen sich vollständig öffnen, und die Seitenverglasung der Küche lässt sich verschieben. Wenn diese Elemente geöffnet werden, verwandeln sie den Salon und das Cockpit in einen einzigen, durchgehenden Raum. Für eine Crew bietet dies die Möglichkeit, eine Mahlzeit zuzubereiten und gleichzeitig mit den draußen sitzenden Passagieren in Kontakt zu bleiben.

Energieerzeugung und elektrische Autonomie an Bord

Ein weiteres zentrales Element dieses Bootes ist das Energiemanagement. Auf dem Dach des Decks befinden sich zehn integrierte Photovoltaikpaneele. Ihre kumulierte Leistung beträgt bei maximaler Sonneneinstrahlung 4,5 kW.

Die erzeugte Energie speist einen Hausbatteriepark mit 22 kWh. Je nach gewählter Konfiguration kann dieser Park auf bis zu 66 kWh erweitert werden. Ziel ist es, den Bedarf an Bord zu decken, ohne ständig auf das Aggregat oder die Motoren zurückgreifen zu müssen.

Der Hersteller gibt an, dass mit dieser Reserve die Bordausrüstung mehr als 48 Stunden lang betrieben werden kann, selbst wenn die Klimaanlage eingeschaltet ist. Dieser Punkt ist vor allem für Segler relevant, die mehrere Nächte vor Anker liegen.

Das Schiff verfügt außerdem über Frischwassertanks mit einem Fassungsvermögen von 400 l und eine Treibstoffkapazität von 700 l. Diese Volumina entsprechen einem Programm für eine Küstenkreuzfahrt mit häufigen Zwischenstopps.

Ein Hybridantrieb in Verbindung mit Yanmar-Motoren

Wie die anderen Modelle der Werft gibt es auch den Greenline 42 mit herkömmlichem Dieselmotor oder in einer Hybridkonfiguration.

Der Verbrennungsmotor basiert auf zwei Yanmar 4LV mit jeweils 250 PS. In dieser Konfiguration wird eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten angegeben.

Die Hybridversion fügt zwei 23-kW-Elektromotoren hinzu, die zwischen dem Verbrennungsmotor und der Propellerwelle angeordnet sind. Im Elektromodus wird eine Geschwindigkeit von etwa 6,5 Knoten erreicht. Dieser Modus wird vor allem für Hafeneinfahrten oder ruhige Fahrten mit geringer Geschwindigkeit verwendet.

Das System arbeitet auch mit Energierückgewinnung. Wenn das Boot mit Diesel fährt, fungieren die Elektromotoren als Generatoren und laden die Batterien auf.

Nach Angaben der Werft ermöglicht es diese Architektur, mit vollen Batterien an den Ankerplatz zu fahren und dann die Bordausrüstung mehrere Tage lang mit Strom zu versorgen.

Ein überarbeiteter Rumpf für mehr Geschwindigkeit und Stabilität

Der Rumpf wurde von dem Schiffsarchitekturbüro Micad entwickelt. Das erklärte Ziel bestand darin, den Wirkungsgrad und die Höchstgeschwindigkeit zu verbessern, ohne die installierte Leistung zu erhöhen.

Das angekündigte Ergebnis sind 25 Knoten in der Spitze, etwa 3 Knoten mehr als die Greenline 40 mit denselben Motoren. Die Werft gibt außerdem ein stabileres Seeverhalten an.

Bei einem Boot, das für Motorkreuzfahrten vorgesehen ist, betrifft diese Entwicklung vor allem den Verbrauch und den Fahrkomfort. Ein effizienterer Rumpf ermöglicht es, moderate Reisegeschwindigkeiten mit einer angemessenen Treibstoffbelastung einzuhalten.

Der Tiefgang bleibt auf 0,64 m bei Leerfahrt begrenzt. Dieser Wert erleichtert den Zugang zu flachen Ankerplätzen und Küstenhäfen.

Ein heller Innenraum, der um zwei Kabinen herum organisiert ist

Die Inneneinrichtung behält eine Konfiguration mit zwei Kabinen bei. Die Eignerkabine nimmt die vordere Spitze ein. Eine zweite Kabine auf der Backbordseite kann mit zwei Einzelkojen oder einem Doppelbett konfiguriert werden.

Eine zweite Nasszelle kann hinzugefügt werden, um einen privaten Bereich für den Reeder zu schaffen. Dieser Punkt kann für Crews, die regelmäßig mit zwei Paaren segeln, von Bedeutung sein.

Das Innendesign von Marco Casali ist sehr geradlinig, mit wenigen Kurven bei den Möbeln. Diese Entscheidung erinnert an die äußeren Formen des Schiffes, insbesondere an die ausgeschnittenen Schanzkleider und das Dach.

Für die Möbel werden zwei Holzatmosphären vorgeschlagen. Die Werft spricht von hellem Teakholz und moderner Eiche. Durch die Rundumverglasung des Salons und die Öffnungen in den Kabinen gelangt viel natürliches Licht hinein.

Die slowenische Werft hat noch keinen offiziellen Preis für die Greenline 42 bekannt gegeben. Die Position der 42 42 in der Modellpalette lässt jedoch eine Größenordnung erkennen. Dieses 13,50 m lange Modell liegt zwischen der Greenline 40 und der Greenline 45, zwei Einheiten, deren Preise je nach Ausstattung und Motorisierung etwa 450.000 ? bzw. 700.000 ? (ohne Steuern) übersteigen. Der Greenline 42 dürfte sich also in diesem mittleren Bereich bewegen, wobei der Preis auch je nach gewählter Konfiguration variiert, insbesondere zwischen dem klassischen Dieselmotor und der Hybridversion H Drive in Verbindung mit dem Lithium-Batteriepark und den in das Dach integrierten Solarpaneelen.

Insgesamt richtet sich die Greenline 42 an Segler, die eine ruhige Fahrt, Energieautonomie und ein Leben am Ankerplatz bevorzugen. Das Boot versucht, den Geist der Baureihe beizubehalten, fügt aber mehr Modularität und einen ausgereifteren Hybridantrieb hinzu.

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