Cannes Yachting Festival 2026: Welche neuen Segelboote gibt es dieses Jahr in Port Canto zu entdecken?

Der Skaw A wird das erste Kreuzfahrt-Foiler sein
Der Skaw A wird das erste Kreuzfahrt-Foiler sein © Benoit Marie - Clément Bercault

Das Cannes Yachting Festival findet vom 8. bis 13. September 2026 statt, wobei 120 Segelboote in Port Canto zu sehen sein werden. Darunter werden zehn Einrumpfboote und Katamarane als Weltpremiere präsentiert.

Der Skaw A, das innovativste Modell

Der allererste Scow mit Tragflügeln für Kreuzfahrten! Ein 12 Meter langes Boot, das das Volumen eines 50-Fuß-Boots, die Geschwindigkeit eines 60-Fuß-Katamarans, keinerlei Krängung und die Freiheit bietet, abgelegene Ankerplätze zu erkunden. Ein einzigartiges und bahnbrechendes Modell, das Komfort und Geschwindigkeit, Luxus und Regatta, Nervenkitzel und Ruhe vereint. Die Konstrukteure, zwei Skipper und Ingenieure, übertragen Technologien aus dem Hochseeregattasport auf die Freizeitschifffahrt, um das Tuchterlebnis neu zu gestalten.

Amel 50.2: Die große Kreuzfahrtyacht entwickelt sich weiter, ohne auf das zentrale Cockpit zu verzichten

Die Amel 50.2 entwickelt das Konzept der französischen Werft weiter und ist auf große Kreuzfahrten und Fernreisen ausgelegt. Das Büro Berret Racoupeau hat insbesondere den Rumpf überarbeitet und einen umgekehrten Bug entworfen, während Amel sein tiefes und geschütztes zentrales Cockpit beibehält ? eine Lösung, die bei Hochseesegeltörns und Wachen mit kleiner Besatzung besonders geschätzt wird.

 Auch die Wohnfläche wird vergrößert, ebenso wie die Fläche für Solarmodule. Letzteres dient dazu, den steigenden Strombedarf auf Langstreckenfahrten zu decken. Die Amel 50.2 ist natürlich weiterhin auf das Reisen ausgerichtet, wobei besonderer Wert auf den Schutz der Besatzung und die Energieautarkie gelegt wird.

CNB 62, eine große Einrumpfyacht, die für das Segeln mit kleiner Besatzung konzipiert ist

Die von Philippe Briand entworfene CNB 62 ist fast 20 m lang und richtet sich insbesondere an Eigner, die ein großes Einrumpfboot mit einer kleinen Crew manövrieren möchten. Ihr Deckplan sieht einen Carbon-Bügel vor, der das Cockpit freihält und dazu beiträgt, die navigationsbezogenen Funktionen von den Bereichen für das Leben im Freien zu trennen.

 Im Innenraum besticht der Salon durch großzügige Glasflächen. Eine besonders praktische Lösung ist jedoch die Unterbringung des Beiboots in einer Längsgarage.

Grand Soleil 80 Plus Long Cruise: Ein Teleskopkiel zur Erweiterung der Modellpalette

Die Grand Soleil 80 Plus Long Cruise setzt mit ihren 26,20 m neue Maßstäbe. Cantiere del Pardo bringt bei diesem Projekt Matteo Polli und Nauta zusammen, um ein Programm für Hochseekreuzfahrten zu entwickeln, bei dem der Fokus weiterhin auf der Leistungsoptimierung liegt. Die Carbon-Takelage und die Doppelruder gehen in diese Richtung, während der Teleskopkiel einer anderen Herausforderung gerecht wird.

Dadurch lässt sich der Tiefgang an die jeweiligen Anforderungen während der Fahrt sowie beim Anlaufen von Häfen oder Ankerplätzen anpassen. Das Boot wird zudem mit einem Torqeedo-Hybridantrieb ausgestattet. An Bord spiegelt die Trennung zwischen den Bereichen für die Gäste und denen für die Besatzung das Konzept eines 80-Fuß-Segelboots wider, das mit professionellem Personal betrieben werden kann.

New Y7: Die Mechanik fließt in die Konstruktion des Bootes ein

Die neue Y7 von YYachts, entworfen von judel/vrolijk & co., ist 21,99 m lang. Zu den angekündigten Neuerungen gehört der asymmetrische Einstieg, der die Bewegungsabläufe im Cockpit verändert, das nun besser geschützt ist und über eine U-förmige Sitzbank verfügt. Die interessanteste Neuerung für einen Eigner, der sein Boot regelmäßig wartet und nutzt, findet sich jedoch im Unterwasserbereich.

Der Maschinenraum wird in einen speziellen Technikbereich verlegt, der von zwei Stellen aus zugänglich ist. Diese Anordnung trennt Wartungs- und Wohnbereiche noch stärker voneinander und erleichtert gleichzeitig den Zugang zu den Anlagen. Auf einer fast 22 m langen Segelyacht, die für Kreuzfahrten bestimmt ist, ist die Zugänglichkeit der technischen Anlagen ein Kriterium, das ebenso sorgfältig geprüft werden muss wie die Aufteilung des Salons oder des Cockpits.

Swan 80-301: zwischen Hochseesegeln und Kreuzfahrt

Mit der Swan 80-301 bietet Nautor Swan einen von Germán Frers entworfenen Einrumpfboot an. Lucio Micheletti ist für das Außendesign verantwortlich, Misa Poggi für die Innenausstattung. Das Konzept zielt darauf ab, die Eigenschaften einer großen Regatta- und Kreuzfahrt-Segelyacht mit den für den Reiseeinsatz erforderlichen Merkmalen zu vereinen.

Beide Steuerstände tragen zu dieser Aufteilung bei, ebenso wie das modulare Cockpit, das es ermöglicht, die Nutzung des Decks je nach Bedarf zwischen Segeln und Leben vor Anker anzupassen. Auch die Möglichkeiten der Innenausstattung bieten dem Eigner mehr Spielraum. Diese Vielseitigkeit richtet sich an Segler, die sich die Möglichkeit offenhalten möchten, zwischen gemütlichen Törns und anspruchsvollerer Segelfahrt zu wechseln.

Aquila 45 Sail, je nach Ausführung mit drei oder vier Kabinen

Die Aquila 45 Sail ist der zweite von Aquila entwickelte Segelkatamaran, der die Plattform des Mehrrumpfboots nutzt, um mehrere Außenbereiche zu schaffen. Im vorderen Bereich befindet sich ein fester Entspannungsbereich, während eine offene Flybridge das hintere Cockpit ergänzt, das in der Verlängerung des Salons angelegt ist. Die großen Glasflächen verstärken die optische Verbindung zwischen dem Salon und dem Außenbereich.

 Die Werft bietet Konfigurationen mit drei oder vier Kabinen an. Die erste Variante eignet sich eher für Eigner, die Wert auf private Rückzugsbereiche legen, während die zweite Variante die Unterbringungskapazität erhöht und für die Vermietung interessant sein könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich an Bord die Wege zwischen diesen verschiedenen Bereichen gestalten und welche Sichtverhältnisse vom Steuerstand aus geboten werden.

FP48: Fountaine Pajot gliedert das Leben an Bord in verschiedene Bereiche auf

Als Nachfolger der Tanna 47 ist die FP48 in mehrere Bereiche unterteilt: Achtercockpit, Salon, Vordercockpit und Lounge-Deck. Eine große Fensterfront öffnet den Salon nach achtern hin, während die Küche eine zentrale Position in der Innenraumaufteilung einnimmt.

Es werden zwei Konfigurationen angekündigt: ?Maestro? für den privaten Gebrauch und ?Quatuor? zur Erhöhung der Anzahl der Kabinen. Die Werft legt zudem einen Schwerpunkt auf die Stromerzeugung durch integrierte Solarmodule und das ODSea+-System. Die bereitgestellten Informationen enthalten jedoch keine Angaben zur installierten Photovoltaikleistung ? eine wichtige Größe für die Beurteilung der tatsächlichen Autonomie vor Anker.

Leopard 43: Umgekehrte Bugformen für mehr Leistung

Die Leopard 43 ist mit einer Länge von 12,97 m die kürzeste der zehn vorgestellten Segelyachten. Diese neue Generation verfügt über Rümpfe mit umgekehrten Bugformen und ein überarbeitetes Segelkonzept, um das Segelverhalten stärker in den Vordergrund zu rücken. Gleichzeitig behält die Werft die Elemente bei, die man von einem Kreuzfahrtkatamaran erwartet, darunter große Fensterflächen im Salon, ein hinteres Cockpit und einen Entspannungsbereich auf dem Dach in der Nähe des Steuerstands.

Diese Nähe zwischen dem Steuer und dem Aufenthaltsbereich erleichtert den Austausch zwischen dem Steuermann und dem Rest der Besatzung. Die übermittelten Informationen enthalten jedoch weder Angaben zur Verdrängung noch zur Segelfläche. Um die Entwicklung der Leistung beurteilen zu können, muss man über diese Daten verfügen und vor allem selbst an Bord segeln.

Lagoon 47: Eine Vordertür, die den Bewegungsfluss an Bord verändert

Bei der Lagoon 47 liegt der Schwerpunkt vor allem auf den Verkehrswegen und der Modularität der Raumaufteilung. Durch eine Tür gelangt man direkt vom Salon ins vordere Cockpit, ohne die Gangborde nutzen zu müssen. Diese Lösung verändert die Bewegungsabläufe vor Anker und schafft eine direkte Verbindung zwischen den vorderen und hinteren Wohnbereichen.

Der Katamaran verfügt zudem über eine Flybridge und verschiedene Kabinenkonfigurationen. Lagoon ergänzt das Angebot um einen modularen Raum namens ?Smart Room?, dessen Funktion je nach den Plänen des Eigners angepasst werden kann. Diese Flexibilität erfüllt sowohl die Bedürfnisse einer Familie, die mehrere Wochen an Bord verbringt, als auch die eines Bootes, auf dem regelmäßig Besatzungsmitglieder zu Gast sind.

Windelo 55 Sport, Carbon-Schwerter und großzügige Segelfläche für das Segeln

Der Windelo 55 Sport schlägt einen anderen Weg ein als Katamarane, bei denen der Schwerpunkt hauptsächlich auf den Wohnräumen liegt. Mit einer Länge von 16,24 m legt diese Sport-Version mehr Wert auf die Segelleistung. Sie verfügt über verlängerte Schwimmer aus Carbon in Kombination mit einer großzügigen Segelfläche. Die Schwertkiele ermöglichen es insbesondere, die Am-Wind-Fähigkeit des Katamarans zu verbessern, können aber auch angehoben werden, wenn der Tiefgang verringert werden muss.

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